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TTW, Programm von 1978

Text und Tabellen für Windows
Stundenplan- und Schulverwaltungsprogramm


Hinweis: TTW - ein Programmveteran - wird nur noch in seinem "Kerngeschäft" gepflegt.
(Juli 2012: Wie ich gerade beim Besuch des EBG feststellte, wird es dort immer noch verwendet - 30 Jahre nach seiner Erstellung! Von anderen Nutzern habe ich keine Rückmeldung.) Wer nur die Schreibmöglichkeiten oder die mathematischen und akustischen Funktionen von TTW nutzen will, ist besser bedient mit den Programmen (Das war einmal alles in TTW!)
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Name Mohr
Vorname Philipp
Klasse 6b
Nationalität    d
Bekenntnis ev
Geburtstag 15.02.1983
TTW ("Text und Tabellen für Windows") ist eine Fortschreibung des Programms TTT, bei dem der Text auch als Tabelle oder Datenbank interpretiert werden kann. Diese Funktionen sind ebenfalls noch in TTW enthalten. Beliebig viele Dateien können gleichzeitig eingelesen werden, unter anderem als Historische Bemerkung: TTT ("Text, Tabellen, Tempo") wurde 1978 ff. für Commodore, Atari und Dos entwicklt... zu einer Zeit, bei der man Textbearbeitung und Tabellenkalkulation noch selbst programmierte (mit einem minimalen Ressourcenverbrauch!).

Das folgende stammt aus der Hilfe von TTW

In TTW können beliebig viele Texte eingelesen und bearbeitet werden.
Die Philosophie des Programms ist, dass diese Texte auch als Tabellen umgedeutet werden können und Sonderfunktionen darauf zugreifen.
Nebenbei ist eine ausgedehnte Sammlung mathematischer Programme entstanden:
(Achtung: Vieles vom mathematischen Teil ist inzwischen in TTMathe implementiert!)
Außerdem ist ein eigener Explorer integriert.
Damit können Sie umfangreiche Arbeiten mit Dateien direkt in TTW erledigen.

Jubiläum für ein Computerprogramm
1978 bis 2003



1978 ist ein denkwürdiges Jahr. Zwei Ereignisse trafen zusammen: In Baden-Württemberg war gerade in der neugestalteten gymnasialen Oberstufe das Kurssystem eingeführt worden, bei dem jeder Schüler seine individuellen Kurse selbst zusammenstellen konnte, und das EBG (Eugen-Bolz-Gymnasium Rottenburg) leistete sich mit dem Pet 2001 von Commodore einen mit 4000 DM Kosten erschwinglichen Computer, der damals das Zeitalter des Büro- und Heimcomputers einläutete. (Computerfreaks, nun schon Veteranen auf dem Gebiet, bekommen leuchtende Augen, wenn man das Nachfolgemodell C64 erwähnt.)

Konrad Joachim Schmidt, damals stellvertretender Schulleiter am EBG Rottenburg, bekam mit, dass Joachim Mohr, ein junger Kollege am Gymnasium, seiner Programmierleidenschaft am Pet 2001 frönte und fragte ihn, ob es nicht möglich ist, die Belegungswünsche der Schüler mit Hilfe des Computers so abzugleichen, dass jeder Schüler möglichst wenig Hohlstunden zu erwarten habe.

Konrad Schmidt war ein vorzüglicher Organisator. Er konnte Probleme analysieren, gab Anregungen für die richtige Strukturierung der Lösung, plante vorausschauend und wusste, wie man Aufgaben aufteilen konnte. Er konnte also das, was ein Informatiker heute lernen muss.

Joachim Mohr machte sich unter seiner Anleitung ans Programmieren und erstellte ein Text- und Tabellenverarbeitungsprogramm (so etwas musste man sich damals selbst programmieren), mit dem Konrad Schmidt optimale Kurseinteilungen bewerkstelligte. Die Computer rechneten damals sehr langsam. Deshalb wurde ein Teil des Programms in Maschinencode von Hand umgeschrieben. Aus einem Traktor wurde ein Porsche (Originalton Schmidt) und der Name des Programms war geboren:

TTT (Text-Tabellen-Tempo)

Schüler jener Jahrgänge bekamen ihr Abizeugnis mit den zahlreichen Einzelnoten nun als Computerausdruck. Das war eine gewaltige Entlastung des Sekretariats.

Konrad Schmidt begnügte sich nicht mit der Kurseinteilung der Oberstufe. Er erkannte, dass man in TTT die Datenstruktur für die Schulverwaltung definieren konnte, und damit wurde die lästige Schulstatistik ("welche evangelischen Schülerinnen der Klasse 10 kommen aus Hirrlingen?" u.s.w.) für etwa 1400 Schüler ein Vergnügen. TTT verarbeitete nun komplett alle Schüler-, Lehrer- und Stundenplandaten. (Für den Fachmann: Die Daten wurden so komprimiert erfasst - Jedes Schulfach nur ein Buchstabe u.s.w. -, dass sie alle gleichzeitig in den 32 KByte RAM der damaligen Computer passten und dadurch eine schnelle Verarbeitung ermöglichten.)

Das Programm wurde ständig weiterentwickelt. Von Klaus Mohr, dem Zwilling, der auch in der Stundenplangestaltung und Oberstufenverwaltung seiner Schule mitwirkte, kamen ebenfalls wertvolle Vorschläge. Jede Klasse, jeder Lehrer und jeder Oberstufenschüler erhielten damals und erhalten noch heute ihren TTT-Stundenplan.

TTT hat ein Abrechnungssystem für Vereine integriert und wird heute - 2003! - noch (nur in der für DOS verfügbaren Version) verwendet, da die Bilanz am Jahresende und die bargeldlose Abbuchung bei der Kreissparkasse besonders einfach zu bedienen sind (Der Autor war Kassier eines gemeinnützigen Studentenwohnheims und gab Amt und Programm an seinen Nachfolger weiter.)

TTT kann das Gleiche leisten wie viele teure Programme. Manche Benutzter schätzen zum Beispiel, dass man gleichzeitig an mehreren bis zu 60 Dateien arbeiten kann, die man dann auch immer wieder automatisch gleichzeitig von Festplatte lesen und auf Festplatte und (zur Datensicherung auf einer(!) Diskette) speichern kann.

Und für ein Computerprogramm sensationell: Das Programm wird bis heute - nicht nur am EBG - noch nach 25 Jahren benutzt. Natürlich kann man es heute im Internet - neben vielen anderen Programmen, das TTT-Windowsprogramm unter dem Namen TTW - herunterladen.

Joachim Mohr ist seit September 1999 nicht mehr am EBG tätig. Damit sind nun auch beträchtliche Anschaffungskosten und jährliche Lizenzgebühren für die Stadt Rottenburg fällig.

Dies war ein falsche Einschätzung. Siehe oben die Bemerkung von Juli 2012 (Das Programm bewährt sich - ohne weiteren Updates! - noch immer.)

TTT bzw. TTW war und ist wie alle TT-Programme kostenlos.

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